Zahnungsbeschwerden bei Babys

Beim Zähnekriegen ist jedes Kind anders.

Bei manchen läuft die Zahnung fast unbemerkt ab, sodass die Eltern eines schönen Tages eher zufällig den ersten (oder nächsten) Zahn bei ihrem Baby entdecken, bei anderen gestaltet sich das Zahnen weniger angenehm und ist mit Unwohlsein und schlaflosen Nächten für Kind und Eltern verbunden. 

Eines gilt jedoch in jedem Fall: Zahnung ist keine Krankheit, sondern ein wichtiger Teil der natürlichen Entwicklung des Kindes.

Wann kommen die Zähnchen?

Dauer und Ablauf der Entwicklung des Milchgebisses sind von Kind zu Kind sehr unterschiedlich, aber typischerweise werden folgende Phasen durchlaufen:

4 bis 24 Monate

Im Alter von etwa 3 - 4 Monaten beginnen die ersten Milchzähne das Zahnfleisch zu durchstossen. Der erste Durchbruch ist meist ein Schneidezahn im Unterkiefer. Nach und nach kommen dann weitere Schneidezähne dazu, zum ersten Geburtstag sind dann schon Exemplare sowohl oben als auch unten zu bewundern. Im zweiten Lebensjahr folgen dann meist die ersten vier Backenzähne.

2 bis 4 Jahre

Nach und nach Erscheinen jetzt die restlichen Milchzähne, im Alter von 4 Jahren sollte das Milchgebiss dann vollständig sein (8 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 8 Mahlzähne). Die Durchbruchszeit aller Milchzähne ist bei Mädchen und Buben gleich.

Ein gesundes Milchgebiss ist der Platzhalter für die danach kommenden bleibenden Zähne (schon bei der Entwicklung des Milchzahns liegt daneben ein Zahnkeim für den bleibenden Zahn) und ist außerdem wichtig für die Kiefer- und Gesichtsentwicklung.

Danach

Die ersten bleibenden Backenzähne erscheinen mit 5 Jahren. Die unteren Milchschneidezähne fallen mit ungefähr 6 Jahren aus, im Alter von 7 bis 8 Jahren die oberen Schneidezähne. 

Mit etwa 12 bis 13 Jahren ist der Zahnwechsel abgeschlossen. Nach dem 16. Lebensjahr erscheinen in der Regel Weisheitszähne.

Symptome während der Zahnungszeit

Ein allseits bekanntes Symptom des Zahnens ist, dass das Baby stark speichelt, sich alles zum Beissen mehr oder weniger geeignete in den Mund steckt und dann darauf herumkaut.

Zu den weiteren Anzeichen der Zahnung zählen Unruhe, Appetitlosigkeit sowie Rötungen und Entzündungen des Zahnfleisches, manchmal werden diese Symptome auch begleitet von Schmerzen, Fieber und Durchfall. 

Diese Merkmale sind in der Regel nicht gefährlich, ausser ein Symptom wie das Fieber nimmt überhand. Selten kommt es während des Zahnens zu grösseren Problemen. Trotzdem ist diese Zeit für das Baby nicht angenehm, und auch die Eltern leiden entsprechend mit.

Wie kann man helfen?

Kauen und Beissen hilft dem Baby (der dabei ausgeübte Druck auf das geschwollene Zahnfleisch verschafft Erleichterung). 

Es bieten sich mit Wasser oder Kühlmasse gefüllte Beissringe an, die man im Kühlschrank aufbewahrt und nach Bedarf einsetzt. Die Kühle reduziert die Durchblutung und lindert so den Schmerz. Eine Zahnfleischmassage mit dem Zeigefinger oder eine sanfte Wangenmassage durchgeführt von Mama oder Papa ist ebenfalls hilfreich.

Und schliesslich gibt es Arzneimittel gegen Zahnungsbeschwerden aus der Apotheke oder Drogerie. 

Es werden Präparate angeboten, deren Wirkung auf chemisch-synthetischen Lokalanästhetika (örtlich wirksamen Schmerzmitteln) beruht, als Alternativen gibt es pflanzliche und homöopathische Arzneimittel, die sich ebenfalls bestens bewähren.

Unsere Lösungen bei Zahnungsbeschwerden: